AM3028
25,00 EUR
LP (180g Vinyl) A&M/ CTI SP-3028
The Other Side Of Abbey Road
George Benson (g, voc); Herbie Hancock, Bob James (p, org); Ron Carter (b); Idris Muhammad (dr); Ray Barretto (perc); Don Ashworth (bs, b-cl); Freddie Hubbard (tr); Hubert Laws (fl), u.v.a.
Aufnahme: Oktober & November 1969 in Van Gelder’s Recording Studio, Englewood Cliffs,
N.J., von Rudy Van Gelder
Produktion: Creed Taylor
Die Jazzpuristen werden die Nasen gerümpft haben, als 1970 diese LP erschien. War doch der von Wes Montgomery beeinflusste George Benson erst vor kurzer Zeit von einem Geheimtyp zu einem Star am Jazzhimmel mutiert. Obwohl er noch so jung war! Diese jugendliche Unbekümmertheit wird ihn und seinen Produzenten Creed Taylor auf die Idee gebracht haben, sich ohne Pathos und ohne Berührungsängste mit diesem wichtigen Album den Beatles zu nähern, die Themen durch den Jazz-Wolf zu drehen, mit Streichern und Latin-Perkussion anzureichern und dieses Gebräu frisch und fröhlich den Jazzfreaks und Beatniks zu servieren.
Heute, beinahe 25 Jahre später, hat der Mix von "Come Together" bis "The End" nichts von seiner Frische verloren und muss keinen Vergleich mit den Originalen scheuen: Es sind keine Plagiate sondern kleine Meisterwerke, in denen die unsterblichen Ideen der 'Fab Four' aufgenommen und re-mixed werden. Dezent hält sich George Benson als Sänger zurück, wohl wissend, dass er mit John und Paul nicht konkurrieren kann - aber als Gitarrist steht er George in Nichts nach. Die anderen Solisten vom Range eines Freddie Hubbard, Jerome Richardson und Herbie Hancock liefern in den Arrangements von Don Sebesky den hochklassigen Background.
Diese LP ist sicher kein Meilenstein der Jazzgeschichte. Eines ist aber sicher: sie hat geholfen Grenzsteine herauszureißen. Deshalb bleibt sie auch im neuen Jahrtausend anhörenswert.
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