SXL2303
25,00 EUR
LP (180g Vinyl) Decca Stereo SXL 2303
Ernest Ansermet dirigiert das
Orchestre de la Suisse Romande
Gabriel Fauré :
Pelléas et Mélisande (Suite)
Pénélope (Prélude)
Masques et bergamasques
Claude Debussy:
Petite Suite
Aufnahmedatum und -ort:
Februar 1961 in der Victoria Hall, Genf
Toningenieur: Roy Wallace
Produzent: James Walker
Debussy, Fauré, Schönberg und Sibelius: sie alle erlagen der Faszination des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck und setzten sich musikalisch mit dessen Drama Pelléas et Mélisande auseinander. Die Bühnenmusik Faurés war dabei nach der Oper Debussys das zweite Werk, das sich der tragischen Geschichte um Liebe, Eifersucht, Tod und Vergebung annahm, wobei gerade das nur Angedeutete, Stimmungshafte in Maeterlincks Sprache auf wunderbare Weise mit der harmonisch häufig so verschleierten und mehrdeutigen Tonsprache Faurés korrespondiert. Zu Recht gilt die später von Fauré zusammengestellte und orchestrierte Suite op. 80 als sein symphonisches Meisterwerk. Hier, wie auch im Vorspiel seiner einzigen vollendeten Oper, Pénélopé, kann man jenen für Fauré so typischen, ebenso schwärmerisch-romantisch wie erlesen-feingewobenen Tonfall erleben, der immer auch ein wenig melancholisch und verhangen wirkt. Seinen oft von der Gregorianik angeregten weitgespannten Melodiebögen haftet ein archaischer Charme an, der etwas lichter auch noch der Suite Masques et bergamasques zu eigen ist. Ernest Ansermet ist mit dem von ihm begründeten und ganz auf ihn eingeschworenen Orchestre de la Suisse Romande bei dieser Musik in seinem Element und leuchtet die reiche Palette an Orchesterfarben äußerst delikat aus. Debussys Petite Suite ist dabei eine treffliche Ergänzung zu der so wenig bekannten symphonischen Seite Faurés, so daß diese Einspielung als ein wahrer Glücksfall daherkommt.
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