LP (180g Vinyl) GRV1004.1
Kei Akagi
New smiles And Traveled Miles
Traveled Miles
Petit Machin
Love For Sale
Milestones ‘47
Milestones ‘55
Stella By Starlight
Sorcerer
I Thought About You
Mr. Pastorius
Kei Akagi – Piano
Darek Oleszkiewicz – Bass
Joe La Barbera – Drums
Aufnahmejahr: 1998 / 2000
Kei Akagi – eingefleischten Jazz-Liebhaber/-innen wird er ein "Ja-klar-Begriff" sein, allerspätestens seit er als sein letzter fester Pianist über zwei Jahre mit Miles Davis spielte und tourte (1989-1991). Bei regelmässigen oder gelegentlichen www.reson-ch/de-Gästen wird er möglicherweise ein "Ist-das-nicht-der-" oder dann ein "Aha-Erlebnis" auslösen, dies als Pianist auf den ganz feinen Jazz-Debut-Alben von Jacintha, der stimmgewaltigen Sängerin aus Singapur ("Here’s To Ben", 1998, und "Autumn Leaves", 1999). Egal ob "Ja-klar", "Aha" oder sogar "Wie bitte" – hier gibt es ihn in einer seiner eher seltenen Aufnahmen unter eigenem Namen neu oder wieder zu entdecken: Kei Akagi, Pianist aus dem Land des Lächelns, der persönlich wie musikalisch schon unzählige Meilen gegangen ist, mit "New Smiles And Traveled Miles".
Geboren 1953 in Japan, erhält der 5jährige Kei nach dem Umzug der Familie in die USA ersten Unterricht an der Musikschule von Cleveland – klassischen, doch der Jazz, der in den Bars gespielt wird, verklingt nicht ungehört. Nachdem die Reise den 12jährigen erst einmal zurück nach Japan geführt hat, wird die Begegnung mit dem Jazz bald einmal direkter. Platten von Bill Evans, Oscar Peterson, Sonny Rollins, John Coltrane und natürlich Miles Davis öffnen dem Teenager, Musik- und Philosophie-Studenten neue Musik-Welten. Den 22jährigen zieht es nach Abschluss seiner Studien zurück in die USA, wo er in Kalifornien zum Doktor der Philosophie promovieren will. Die Begegnung und das Zusammenspiel mit bereits bestandenen Grössen wie dem Trompeter Blue Mitchell und den Saxophonisten Art Pepper und Eddie Harris führen ihn schliesslich ins Ensemble der Multiinstrumentalisten Airto Moreira und Flora Purim und endlich zu Miles.
"New Smiles And Traveled Miles” ist Kei Akagis so respektvoll dankbare wie überaus eigenständige Verneigung vor seinem unbestrittenen musikalischen Vorbild: Klassiker von Davis, virtuose Eigenkompositionen, Standards, die er mit Miles zu spielen pflegte, Begleitmusiker, die heute zu den gefragtesten des West Coast-Kuchens gehören und auch auf Jacinthas Alben zu hören sind – ein höchst anspruchsvolles Album, das höchsten Ansprüchen vollauf gerecht wird.
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